Was ist eine freie Trauung ?

 

Eine Trauung war für mich immer eine mehr oder weniger schöner amtlicher Akt und eventuell noch die kirchliche Variante dazu. Das es auch anders geht, lernte ich vor einigen Jahren als Gast einer freien Trauung.

Die Gäste wurden zu einer wunderschönen Location in der Lüneburger Heide gebeten und dort fand eine sehr unkonventionelle freie Trauung statt.

Die machten da einfach, was sie wollten.

   Musik, die die Brautleute liebten.

   Rituale, in denen sie sich und ihre Liebe erkannten.

   Worte, die ihnen viel bedeuteten

  

Für das Paar und die Gäste war diese Zeremonie gleichermaßen bewegend und schön.

Einige Monate später: wieder eine Einladung und wieder eine freie Trauung. Auch hier hielten sich alle Beteiligten so gar nicht an das, was übliche Konventionen für eine Trauung so vorschreiben und waren damit sehr glücklich.

Nun, das bringt es auch schon auf den Punkt.

Eine freie Trauung ermöglicht endlich eine Zeremonie, die sich das Brautpaar wünscht.
Und nur darum geht es bei Eurer Hochzeit.

 

Ich skizziere eine Idee, wie die Zeremonie der freien Trauung ablaufen kann. Entscheidend ist, dass jedes Paar die Zeremonie gemeinsam mit mir als Redner prägen kann und soll.

 

Und so könnte es ablaufen:

1.   Ihr zieht mit Musik ein. Oft wartet er auch vorn auf seine Zukünftige.

2.   Begrüßung und Einführung

4.   Aufrufen und Vorstellen der Trauzeugen

5.   Einleitende Worte über die Liebe und was Euch wichtig ist

6.   Textlesung durch einen Menschen, der Euch am Herzen liegt

7.   Musik

8.   Die Trauansprache oder auch Traurede beinhaltet Eure Geschichte – was macht Euch aus. Hier ist genügend Raum für Lächeln, Rührung, Mitfiebern und vieles mehr.

9.    Musik

10. Ihr absolviert gemeinsam eine symbolische Handlung.

     zum Beispiel:

 - Die Traukerze wird entzündet mit einer Kerze, die vorher durch die Reihen der Gäste gereicht wurde.

 - Die Ringe gleiten an einem Satinband durch die Reihen der Gäste.

 - Sandzeremonie: Farbiger Sand wird vereint.

 - Ein Schatzkästchen mit guten Wünschen wird von den Gästen gefüllt.

11. Eheversprechen

11.1. Vorbereitung / Einstimmung durch den Redner

11.2. Traufragen - ja genau, jetzt wird es ernst.

11.3. Persönliches Treueversprechen

   Zum Beispiel:

Du bist meine Ehefrau/ mein Ehemann

Meine Füße gehen wegen Dir

Meine Füße tanzen wegen Dir

Mein Herz schlägt wegen Dir

Meine Augen sehen wegen Dir

Mein Geist denkt wegen Dir

Und ich liebe wegen Dir.

 

oder

Ich möchte da sein, wenn Du den Kopf aufrecht hältst am Tage

Und ebenso in der Nacht, wenn er müde an meiner Schulter liegt.

Ich will Dich in meinem Herzen halten und das heißt mich zurückhalten,

nicht näher, nicht weiter, nicht nur einen Schritt.

Immer jedoch in meinen Gedanken und Träumen wird ein Platz für Dich freigehalten.

Und auf keinen Fall möchte ich Dir das schönste im Leben vorenthalten.

Erinnere mich daran, mein Wort, mein Versprechen zu halten.

Im Wildwasser des Lebens will ich mit Dir den Atem anhalten,

Schutz und Schild für Dich sein, gegen das Dunkel der Zeit.

Ich verspreche, auf dem gemeinsamen Weg mit Dir Schritt zu halten.

Sonst will ich nichts mehr halten – keinen Trumpf, keine Reden,

nur Deine Hand, Dein Gesicht und vor allem mein Leben lang

Dich im Auge behalten.

 

11.4. Tausch der Ringe und Kuss

11.5. Bestätigung der Verbindung / Segen (ja auch ein Segen ist möglich)

12.  Gute Wünsche oder Fürbitten der Gäste

13.  Auszug mit Musik